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Hörstörungen und Tinnitus – Diagnostik von Hörminderung, Hörsturz und Ohrgeräuschen
Hörstörungen – frühzeitige Abklärung ist wichtig
Für Hörstörungen München ist unsere HNO-Praxis am Promenadeplatz Ihr Ansprechpartner für Diagnostik und Behandlung – von der Hörminderung bis zum Tinnitus. Hörstörungen können in jedem Lebensalter auftreten – vom Kleinkind bis ins hohe Alter. Sie entstehen häufig schleichend, können jedoch auch plötzlich auftreten.
Eine frühzeitige HNO-ärztliche Diagnostik ist wichtig, da unbehandelte Hörstörungen die Kommunikation, die soziale Teilhabe und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen können.
Je nach Ursache unterscheidet man Schallleitungsstörungen, Schallempfindungsstörungen (Innenohrschwerhörigkeit), kombinierte Hörstörungen und zentrale Hörverarbeitungsstörungen. In unserer Praxis erfolgt eine differenzierte Diagnostik zur Einordnung möglicher Ursachen.
Häufige Hörstörungen
Altersschwerhörigkeit (Presbyakusis) zählt zu den häufigsten Ursachen einer Hörminderung. Typische Beschwerden sind:
- schlechteres Sprachverstehen
- Probleme bei Hintergrundgeräuschen
- häufiges Nachfragen
- erhöhte Lautstärke von Fernseher oder Telefon
- Schwierigkeiten beim Verstehen höherer Stimmen
Die Altersschwerhörigkeit entwickelt sich meist langsam und bleibt lange unbemerkt. Eine frühzeitige Diagnostik und gegebenenfalls Hörgeräteversorgung kann helfen, Kommunikationsprobleme und soziale Einschränkungen zu reduzieren.
Hörsturz – plötzliche Hörminderung
Ein Hörsturz ist eine meist plötzlich auftretende, überwiegend einseitige Innenohrschwerhörigkeit. Mögliche Begleitbeschwerden sind Druckgefühl im Ohr, Tinnitus, Hörminderung, Schwindel und verzerrtes Hören. Die Ursache ist häufig nicht eindeutig nachweisbar.
Ein plötzlich auftretender Hörverlust sollte zeitnah HNO-ärztlich abgeklärt werden, da andere Ursachen ausgeschlossen werden müssen.
Hörstörungen im Kleinkind- und Kindesalter
Eine normale Hörentwicklung ist entscheidend für die Sprachentwicklung, die Lernfähigkeit, die soziale Entwicklung und die Kommunikation.
Hinweise auf Hörstörungen im Kindesalter können sein:
- verzögerte Sprachentwicklung
- fehlende Reaktion auf Geräusche
- häufiges Nachfragen
- hohe Lautstärke beim Fernsehen
- Aufmerksamkeitsprobleme
Neben angeborenen Hörstörungen spielen auch Paukenergüsse, Mittelohrentzündungen, Belüftungsstörungen und Innenohrerkrankungen eine Rolle. Eine frühzeitige Diagnostik ist besonders wichtig.
Weitere Innenohrerkrankungen und Hörstörungen können ihre Ursache in einer akuten oder chronischen Innenohrerkrankung, einem Lärmschaden bzw. einer lärmbedingten (berufsbedingten) Schwerhörigkeit, diversen Schwindelerkrankungen mit Hörbeteiligung, ototoxischen Einflüssen, entzündlichen Erkrankungen oder Hörstörungen nach Infekten haben. Je nach Befund erfolgt eine individuelle Abklärung.
Diagnostik bei Hörstörungen München
Die Untersuchung richtet sich nach Alter, Beschwerden und Fragestellung. Mögliche Untersuchungen umfassen:
- HNO-ärztliche Untersuchung
- Ohrmikroskopie
- Tonschwellenaudiometrie
- Sprachaudiometrie
- Tympanometrie
- Stapediusreflexmessung
- Otoakustische Emissionen (OAE)
- Hördiagnostik im Kindesalter
- Gleichgewichtsdiagnostik bei kombinierter Symptomatik
Tinnitus – Ohrgeräusche richtig einordnen
Als Tinnitus bezeichnet man Geräusche, die ohne äußere Schallquelle wahrgenommen werden. Betroffene beschreiben dies beispielsweise als Ohrensausen, Pfeifen, Klingeln, Summen, Rauschen oder Zischen.
Der Tinnitus ist keine eigenständige Erkrankung, sondern ein Symptom bzw. eine Hörwahrnehmung. Viele Patienten verbinden den Tinnitus zunächst mit schweren Erkrankungen. In den meisten Fällen liegt jedoch keine akut gefährliche Ursache zugrunde. Trotzdem sollte insbesondere ein neu aufgetretener Tinnitus HNO-ärztlich untersucht werden.
Akuter und chronischer Tinnitus
Von einem akuten Tinnitus spricht man in den ersten Wochen nach Auftreten der Beschwerden. Hier sollte möglichst frühzeitig eine Diagnostik erfolgen.
Von einem chronischen Tinnitus wird meist gesprochen, wenn die Beschwerden über mehrere Monate bestehen bleiben. Der Begriff „chronisch“ bedeutet jedoch nicht automatisch eine dauerhafte starke Belastung. Viele Patienten entwickeln im Verlauf Strategien der Gewöhnung und erleben eine deutliche Reduktion der subjektiven Belastung.
Ursachen und Einflussfaktoren des Tinnitus
Dem Tinnitus können unterschiedliche Faktoren zugrunde liegen:
- Hörstörungen
- Innenohrveränderungen
- Hörsturz
- Lärmbelastung
- Stress
- Schlafstörungen
- psychische Belastungen
- Kiefergelenksprobleme
- Halswirbelsäulenbeschwerden
- selten organische Ursachen
Nicht immer lässt sich eine eindeutige Ursache feststellen. Gerade die emotionale Bewertung des Ohrgeräusches kann die Belastung deutlich beeinflussen.
Diagnostik und Behandlung des Tinnitus
Die Behandlung richtet sich nach Ursache, Dauer und individueller Belastung. Je nach Befund können sinnvoll sein:
- HNO-ärztliche Diagnostik
- Hörprüfung
- Hörgeräteversorgung bei Hörverlust
- Beratung und Aufklärung
- Tinnitus-Counselling
- Behandlung begleitender Hörstörungen
- Mitbehandlung von Stress- oder Schlafstörungen
- weiterführende interdisziplinäre Therapieansätze
Mein Ziel ist es, gemeinsam mit Ihnen eine verständliche Einordnung der Beschwerden vorzunehmen und aus den zahlreichen Therapieansätzen einen individuellen Behandlungsweg abzuleiten.
Häufige Fragen zu Hörstörungen und Tinnitus (FAQ)
Wann sollte eine Hörminderung untersucht werden? Eine Untersuchung ist sinnvoll bei plötzlicher Hörminderung, zunehmender Schwerhörigkeit, Sprachverständnisproblemen, Tinnitus, Schwindel, Hörproblemen bei Kindern oder einseitigen Beschwerden.
Ist Tinnitus gefährlich? In den meisten Fällen liegt keine akut gefährliche Ursache vor. Trotzdem sollten neu aufgetretene Ohrgeräusche – insbesondere in Verbindung mit Hörverlust, Schwindel oder einseitigen Beschwerden – HNO-ärztlich abgeklärt werden.
Kann eine Hörminderung Tinnitus auslösen? Ja. Hörstörungen und Tinnitus treten häufig gemeinsam auf. Insbesondere Innenohrschwerhörigkeiten, Hörstürze oder Altersschwerhörigkeit können mit Ohrgeräuschen verbunden sein.
Kann sich ein chronischer Tinnitus verbessern? Ja. Auch ein länger bestehender Tinnitus bedeutet nicht automatisch eine dauerhafte starke Belastung. Durch Aufklärung, Einordnung und geeignete Behandlungsstrategien kann die subjektive Belastung häufig reduziert werden.
Hinweis: Die Erstuntersuchung wird bei den gesetzlich Versicherten von der Krankenkasse bezahlt. Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass wir weiterführende Untersuchungen und Therapien nur als Leistungen für Selbstzahler oder Privatpatienten anbieten können.
Weiterführende Links
Deutsche Tinnitus-Liga e.V.
www.tinnitus-liga.de
Tinni.net der Deutschen Tinnitus-Liga
www.tinni.net
Tinnitus-Forum
www.tinnitus.de

