HNO am Promenadeplatz
Dr. med. Patrick Gillessen

Promenadeplatz 12 · 80333 München

Telefon: 089 / 22 07 25

Schnarchtherapie

Schnarchen bis Schlafapnoe (OSAS)

Über das Schnarchen und die Schnarcher existieren viele anzügliche Witze. Das Problem kann aber ernster sein, als manche denken.
Als Schnarchen sind die oberhalb der Stimmritze während des Schlafens entstehenden Atemgeräusche definiert, die vor allem durch Schwingungen der Schleimhäute im Rachen, des Zäpfchens und des Kehlkopfdeckels entstehen. Rund 45 % der Erwachsenen schnarchen; Übergewicht, zunehmendes Alter und männliches Geschlecht lassen die Schnarchquote ansteigen. Meistens hat das Schnarchen mehrere Ursachen, was eine eingehende ärztliche Diagnostik sinnvoll macht.

Die meisten Schnarcher weisen erfreulicherweise das sogenannte Primäre Scharchen auf, das medizinisch harmlos ist, weil die Atemwege freibleiben. Allerdings kann es durch die Geräuschbelästigung zu erheblichen partnerschaftlichen Problemen und Aggressionen kommen. Die verschiedenen therapeutischen konservativen und operativen Möglichkeiten passen wir individuell an, sie bewirken in ca. 60 – 70 % eine deutliche Besserung.

Medizinisch bedenklicher ist das Obstruktive Schnarchen, da es mit einer Verengung bzw. einem Verschluß der Atemwege einhergeht. Beim sogenannten UARS (= Upper-Airways-Resistance-Syndrom) sind die Patienten morgens meist müde, unausgeschlafen, tagsüber unkonzentriert und nicht leistungsfähig. Häufig ist auch die Potenz und die Libido durch den veränderten Hormonhaushalt reduziert.

Treten zusätzlich noch längere Atempausen auf, spricht man vom Obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom (OSAS). Hier können durch den langdauernden Verschluß der Atemwege erhebliche Sauerstoffabfälle im Blut mit Minderversorgung des Gehirns und des Herzens registriert werden. Dementsprechend haben diese Patienten unbehandelt ein hohes Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko, meist auch erhöhten Blutdruck (v.a. Nachts!). Ferner fehlen diesen Patienten durch den gestörten Schlafrhythmus die erholsamen Tiefschlafphasen; sie neigen daher tagsüber zum „Sekundenschlaf“, weshalb sie überdurchschnittlich viele schwere Verkehrsunfälle mitverursachen.
Wenn Sie oder Ihr Partner feststellen, dass Sie neben lautem Schnarchen auch Atemstillstände haben,
empfehle ich Ihnen in jedem Fall eine Schnarch- und Schlafapnoe-Diagnostik.

Schnarch- und Schlafapnoe-Diagnostik

In unserer Praxis umfasst die Diagnostik des Schnarchens folgende Schritte:

  • Genaue HNO-ärztliche Untersuchung inkl. orientierender Untersuchung des Kauapparates
  • Allergie-Test (Pricktest am Unterarm)
  • evtl. Lungenfunktionsprüfung
  • ambulante Polygraphie oder Polysomnographie

Therapie

Mein Anliegen ist es Ihnen eine umfassende Beratung zu geben und Ihnen sinnvolle, auf Sie zugeschnittene Therapiemöglichkeiten darzulegen. Dies kann einfache Massnahmen, die Anpassung einer Protrusionsschiene, operative Möglichkeiten oder die Einleitung einer apparativen Behandlung umfassen. Hierfür arbeite ich unter anderem mit dem Schlaflabor ProSomno eng zusammen.
Hinweis: Einige der Therapien sind vor allem beim „gewöhnlichem“ Schnarchen nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkasse enthalten!

Weiterführende Links

Dtsch. Gesellschaft für Schlafmedizin und Schlafforschung
www.dgsm.de 


ProSomno • Klinik für Schlafmedizin, München – Weinstraße 4
www.prosomno.de

Deutsche Restless Legs Vereinigung
www.restless-legs.org

Deutsche Gesellschaft Zahnärztliche Schlafmedizin
www.dgsz.de

Somnomed
www.somnomed.com/de/patienten/